Almhütte Schanze

Hinter den sieben Bergen, bei… So könnte es anfangen. Auch wenn die Fahrt zum nächsten Ziel nicht weit war, so lag es doch versteckt im tiefsten Sauerland. Circa 50 Seelen leben im schönen Dorf Schanze im Kreis Schmallenberg.

Im Rahmen eines Berufsschulprojektes haben 5 junge Menschen mit ihrem Lehrer zusammen eine Wohnmobilroute kreiert. Die „Schmallenberger Sauerland Wohnmobil-Route“ bietet Wohnmobilisten Stellplätze bei acht verschiedenen Partnern, teils mit Ver- und Entsorgung, auf jeden Fall aber mit Sauerländer Erlebnissen. Man findet selbstverständlich regionale Leckereien, kann Bullcart-Fahren, Wandern, E-Bike-Fahren und auch für den Hundehalter findet sich etwas. Unter dem Link oben finden sich die Teilnehmer.

Wir hatten uns für unseren ersten Ausflug nun also für die Alm- und Skihütte Schanze entschieden. Auf Rund 730 m Höhe liegend bietet Schanze den Skifahrern im Winter viel Spaß. Jetzt, im Herbst war es eher Wanderzeit und Skifahrer sind wir eh nicht.

Nach der Ankunft checkten wir beim herzlichen Inhaber der Almhütte ein und durften uns unter den freien einen Stellplatz aussuchen. Direkt am Waldrand wollten wir für die nächste Nacht bleiben.

Schnell waren wir eingerichtet und entschlossen uns, bei dem schönen Wetter zunächst einmal den Kyrillpfad zu begehen. Hierbei handelt es sich um eine Fläche, die nach dem Sturm Kyrill 2007, der im Sauerland viele Bäume, teils riesige Waldflächen niederriss, nicht wieder aufgeforstet wurde. Man ließ die Natur machen. Nach nun fast 15 Jahren hat die Natur vieles wieder begrünt. Junge Bäume recken sich gen Himmel, die Leichen der gefallenen Bäume – vornehmlich die flachwurzelnden Fichten – sind teils überwuchert, teils wirken sie wie Walskelette die ihren letzten Ruheort auf diesem Berg fernab des Meeres gefunden haben. Aus dem Tod erwuchs neues Leben. Der Lauf der Natur.

Gut, wir hätten den barrierearmen Pfad vielleicht nehmen sollen. Hätte uns gespart, bzw. Stefan erspart, drei Hunde mit zwischen 10 und 20 kg eine steile Leiter heruntertragen zu müssen. Aber man lernt ja dazu. Und den drei Fellnasen machte die Runde, auf der sie uns angeleint begleiteten tierischen Spaß.

Auf dem Weg zurück zum Platz kehrten wir noch auf ein leckeres Stück Kuchen und einen Kaffee ein. Dann hieß es erst einmal bei Groot Hunde füttern und den Dreien etwas Ruhe gönnen. Eigentlich gelten Bedenken, man könne ihn überanstrengen ja eher für Tapsi, dem 18jährigen Sturkopp. Aber der war munter und genoss es, auf seiner isolierenden Outdoordecke vor Groot zu liegen und die Gegend zu betrachten.

Am Abend kehrten wir in der Almhütte ein. Wir hatten Glück, ohne Reservierung noch ein Plätzchen im von Heizstrahlern angenehm gewärmten, überdachten Wintergarten zu finden und ließen uns eine leckere Wildcurrywurst zum Radler schmecken. Die Einkehr hier können wir nur empfehlen: Sehr leckeres Essen und megafreundliches Personal. Schließlich ging es noch auf einen Spaziergang durchs Dorf und zurück zum Van, wo wir zur Nacht müde in unser warmes Bett fielen. Die Nacht war herrlich still und trotz der eisigen Kälte muckelig warm im Kastenwagen.

Erholt und ausgeruht ging es in aller Frühe heraus in die herrlich klare, eisige Luft. Die Hunde durften im Morgengrauen über die Skiwiese toben und genossen dies ausgiebig. Zurück am Van gab es Pfannkuchen. Den Teig hatten wir bereits daheim vorbereitet und in einer Click and Lock-Dose durfte er bis zur Verwendung im Kühlschrank ruhen. Noch in der heißen Pfanne mit Zimt und Zucker bestreut, eingefaltet und serviert. Lecker – wenn auch vielleicht nicht so gesund – obwohl…Soulfood ist halt gesund für die Seele.

Gestärkt und erholt ging es dann zurück nach Hause. Definitiv können wir die Almhütte Schanze guten Gewissens weiter empfehlen und danken für einen tollen Aufenthalt.

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