Verspätete Jahresendzeitgedanken…

2019 – wie warst Du?



Zu Saisonbeginn verschlug es uns bei schon fast frühsommerlichen Temperaturen um die 20 °C an die Nordsee, wo wir in Krumhörn-Upleward auf dem Camping am Deich einkehrten. Ich glaube, dieser Campingplatz führt die Besuchsstatistik bei uns an. Immer wieder kommen wir hier gerne für ein längeres Wochenende hin, genießen die Abgeschiedenheit des Platzes, Spaziergänge am Deich, in Greetsiel und am Norddeicher Hundestrand. Wir statteten dem Otto-Hus in Emden einen Besuch ab und bummelten durch die Stadt, standen laaaaaange für ein Eis in Greetsiel an und entdeckten das Restaurant „Zum alten Siel“ in Greetsiel, bevor wir uns mit dem Ostermontag wieder auf den Heimweg machten.


Dann kam der erste längere Campingurlaub des Jahres. Drei Wochen Südtirol – unser wohl Haupturlaubsziel seit 2006, fast schon ein Stück Heimat, wo wir uns mancherorts ähnlich gut auskennen wie daheim. Wir begannen auf dem Camping Thöni in St. Valentin auf der Heide zwischen Reschen- und Heidersee. Hier war es noch ruhig. Die ersten Nächte frostig, aber die Tage wunderschön angenehm warm. Absolutes Highlight war hier definitiv die Kanutour über den Reschensee. Anstrengend – keine Frage, aber wunderschön. Auch der Campingplatz – obwohl Durchgangsplatz für viele – war wunderschön, sauberes Sanitär mit Fußbodenheizung und in die Inhaber sehr freundlich.

Von St. Valentin aus ging es hinunter nach Tisens auf den Naturcampingplatz Tisens. Wow…dieser Pool 🙂 Wirklich großartig… Aber auch die ganze Atmosphäre dort. Hunde konnten problemlos mit an den Pool (natürlich angeleint), freundliche Platzinhaber und ein tolles Sanitär. Spaziergänge führten uns jeden Tag über den internationalen Filzkunstweg. Wir besuchten liebgewonnene Freunde in Marling, Lana und … Dabei lernten wir auch die Geschichte der Hirzer Seilbahn kennen. Spooky… Es gab den obligatorischen Cafe au lait im Cafe Darling in Meran und Maja lernte den Tiefschnee auf dem Timmelsjoch kennen. Sie war begeistert.

Nach einigen schönen, aber schon arg warmen Tagen ging es weiter an den Toblacher See. Auch der Campingplatz Toblacher See ist wirklich schick, super nettes Personal und ein schon luxuriöses Sanitär mit einzelnen Duschräumen. Durch die Übernachtungen am See hatte man auch die Chance, den See menschenleer zu erleben. Die Ruhe und den Frieden zu genießen.

Alles in allem verstärkte sich trotz vieler positiver Erlebnisse allerdings der Eindruck, dass Südtirol mit jedem Jahr mehr Besucher hat, dass viele Touristen auf möglichst einfachem, kurzen Weg eine Naturschönheit erreichen wollen, ein Bild knipsen und weg sind sie. Mit einer gewissen Rücksichtslosigkeit kommen viele inzwischen daher (und das erlebt man nicht nur bei jenen „Knipsern“, wenn ich da so an das eine oder andere Menschlein denke, dass sich seinen Weg mit Wanderstöcken freimacht). Das Land tut das Seine dazu, indem immer mehr Orte immer einfacher erreicht werden können. Der Tourismus bringt schließlich Geld. Gut, ob das auf Kosten der Umwelt sein sollte?



Im August ging es nach Winterswijk. De Twee Brugge ist ein weiterer durch uns häufig besuchter Campingplatz. Sauber, freundlich, hundefreundlich und geräumig mit neuer Poolanlage (innen wie außen), Privatsauna und Fitnessbereich für die Trainingswilligen, für die Kids ein schöner Spielplatz. Von hier besuchten wir Obelink (ein CamperMuss, oder? Selbst wenn man nichts kauft: Gucken geht immer.) und die Stadt Arnheim. Und es war die berühmte Brücke von Arnheim, auf der Maja beschloss: Ich finde Brücken doof! Da legt sich Hundi dann also platt auf den Bordstein und weigert sich voran zu gehen. Padamm…gut, Maja ist ja ein 10-Kilo-Leichtgewicht, die packt man sich mal unter den Arm. Auf einer langen Brücke vervielfachen sich 10 kg allerdings. Und so waren die Arme am anderen Ende schon etwas schwer. Das Bad im Rhein entschädigte allerdings zumindest die Hunde.


Nach unserer Rückkehr blieb es erst einmal campingfrei, bis wir Ende September nach Frankreich fuhren. Die Normandie – unser erster Besuch dort. Auf der Hinfahrt eine Kurzübernachtung. Irgendwie waren wir platt, also abseits der Öffnungszeiten einen Supermarktparkplatz gesucht und ein paar Stunden Erholungsschlaf. Nach einem frisch gebrühten Kaffee ging es weiter. Und der Campingplatz war großartig! Der Stellplatz atemberaubend direkt an der Steilküste mit traumhaftem Blick über den geschichtsträchtigen Omaha Beach.

Ohne auf Orte speziell einzugehen: Die Normandie hat uns schon irgendwie verzaubert. So wenige Menschen, so freundlich, gegenseitige Rücksichtnahme scheint selbstverständlich, die Landschaft, die Geschichte, die drei Cs. Ich glaube, die Liste ist sehr lang. Kurz gesagt: So absolut entspannt haben wir lange nicht mehr urlauben können. Und für Tapsi war es irgendwie ein richtiger Jungbrunnen.


Das Campingjahr beschlossen wie begonnen haben wir mit Camping am Deich am ersten Novemberwochenende.

Und nun…der 1.1.20 – eigentlich sollten die Jahresendgedanken schon im Dezember kommen. Blicken wir doch einmal voraus. Was kommt?

Nach dem Motto: Nenne es nicht Traum, nenne es einen Plan, kommt der Bootsführerschein. Naja, Theorie und Praxis bestehen…toitoitoi.

Unsere Reisen – zumindest die bislang geplanten werden uns vornehmlich nach Frankreich führen.

Und ansonsten nehmen wir das Leben, wie es kommt. 366 Tage von denen jeder die gleiche Chance hat, einer der besten Tage unseres Lebens zu werden. Microctenopoma

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