Anduze – September 2018

Mehr als einmal zog es uns in die nah am Campingplatz gelegene kleine Stadt Anduze. Zwischen riesigen Felsen eingebettet erstreckt sich die Stadt längs des Gardon, der hier Gardon d’Anduze genannt wird.

Direkt am Gardon liegt ein großer kostenfreier Parkplatz, von dem aus, wir die Töpferstadt erkundeten. Im Ortszentrum ist noch vieles aus dem Mittelalter erhalten, als Anduze noch groß im Seidengeschäft und später protestantische Hochburg war. An allen Ecken der schmalen Gassen und Straßen sieht man die Bedeutung als Stadt der Töpferei. Seien es die großen Vasen, die vor vielen Hauseingängen stehen, seien es die kleinen Lädchen, in denen man Töpferwaren erstehen kann. Auch wenn es abseits der Saison etwas verschlafen wirkte, so verzauberte uns Anduze mit all seinem Charme – oder war es vielleicht gerade deshalb?

Durch die verwinkelten Gassen stöberten wir entlang der Rue Droite, bewunderten die Töpfereien in den Schaufenstern, entdeckten die vielen kleinen Geschäftchen, die wenn der Inhaber gerade andernorts auf dem Wochenmarkt zum Verkaufen war, geschlossen hatten. Am Ende der Rue Droite stießen wir auf den Place Couverte, einem der ältesten Plätze, der teilweise überdacht ist und auf dem der wöchentliche Markt stattfindet. Hier stößt man auch auf den Fontaine Pagode, den Pagodenbrunnen, der wirklich wunderschön anzusehen ist.

Brunnen sind in Anduze einige zu finden. Gut so, denn so muss man als Hundehalter nur den faltbaren Wassernapf mitnehmen, nicht aber gleich die gefüllte 2-Liter-Wasserflasche.

Vom Place Couverte gehen einige schmale Gassen ab…wir folgten ihnen, neugierig, was es hinter den nächsten Ecken zu sehen gab. Teils wunderschön hergerichtete Gebäude, dann schien wieder direkt ein verwahrlostes Eck zu folgen. Wilde Katzen hatten hier und da ihre Futterstellen und ließen sich von den Passanten überhaupt nicht stören.

Auch die Kirche Saint Etienne ist definitiv einen Besuch wert. Ein Ort der Stille, der Besinnung…tief durchatmen.

Das kann man auch im Parc de Cordeliers zwischen exotischen Bäumen, Bambus und Zedern am kleinen See. Bemerkenswert ist, dass die Erbauer hier wirklich darauf geachtet haben, den Lärm der Stadt, der fahrenden Autos, fernzuhalten. Es ist wunderbar ruhig.

Unser Lieblingslokal in Anduze wurde das „Le Petit Jardin“, bei Wein oder Kaffee, der in Frankreich wirklich genial ist, einen kleinen Snack genießen und die Atmosphäre der Stadt und die Menschen auf sich wirken lassen.

Gut zu Abend gegessen haben wir auch im Les Templiers.

Abkühlung nach der warmen Stadt bot der Gardon d’Anduze – zumindest den Hunden. Wir hatten zum einen kein Badezeug dabei und zum anderen war der Pegel so niedrig, dass schwimmen für uns schwierig gewesen wäre. Die Wasserqualität allerdings war sehr gut, was auch von einem aktuellen Aushang bestätigt wurde.

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