HEIMATTOURIST-CHALLENGE: Biggetalsperre Sommer 2018

  • #27 von 100 Biggetalsperre (Mein Gott…erst 27…wo ist noch meine Zuversicht?)

Wie jetzt kein festes Datum? Nein, kein festes Datum, da wir den Biggesee aktuell aufgrund der hohen Temperaturen so gut wie jedes Wochenende besuchen.

Der Biggesee oder die Biggetalsperre ist die fünftgrößte Talsperre Deutschlands. Und liegt im wunderschönen Sauerland zwischen den Städten Attendorn und Olpe. Mit einer Länge von 17 km und einer Breite von 2 km ist der an der tiefsten Stelle 50 m tiefe See wirklich nicht zu verachten. Gebaut wurde seine Staumauer von 1956 bis 1965 und bei seiner Flutung versanken 24 Ortschaften. Die rund 2500 Bürger, die hier lebten, wurden umgesiedelt.

Er dient der Regulierung von Bigge, Lenne und Ruhr (aktuell würde die Ruhr ohne ihn partiell trocken liegen – 05.07.2018) und die Wasserversorgung des Ruhrpotts.

Schwimmen, Wandern, Segeln, Tauchen, Schifffahrt, Rudern,… der Biggesee bietet viele Möglichkeiten des Freizeitvergnügens und gerade im Moment bei den Temperaturen lockt er natürlich Besucher in Massen an.

Von daheim aus – und damit machen wir dem Titel Heimattourist mal wieder alle Ehre –  dauert es gerade einmal 20 Minuten bis wir da sind. Perfekt.

Doch einfach nur eine Runde um den See dackeln? Fraglos, der Biggesee ist zum Wandern wirklich wunderschön, aber irgendwie war es dann doch nicht das richtige. Allerdings hatten wir während unseres Trips nach Hattingen ganz viele Ruhrpaddler gesehen. Das wäre doch was. Hm, kleines Kanu mit zwei Hunden und zwei Leuten – schwierig. Was tun? Ein Schlauchboot – so Stefans Idee. Ich war eher skeptisch. War es doch so, dass Hunde auch Krallen haben. Andererseits, sah ich bei genauerer Suche im Web: Viele machen das so. Warum also nicht?! Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Doch ein Vermögen wollten wir auch nicht ausgeben. Nachher sagt es uns doch nicht zu. Und dann? Also gut…Schlauchboot…möglichst stabil und unterhalb der 200 Euro. Wir landeten beim Intex Excursion 5, wobei das 4er es von der Größe her ja auch getan hätte. Entschieden, bestellt und schwupps…2 Tage drauf kam der Karton bereits. 26 kg Schlauchboot…es musste ja das besonders robuste sein.

So konnten wir am Wochenende, während das Wetter sich kalt und grau zeigte unseren ersten Törn starten. Zunächst doch bitte einmal ohne Hunde. Wer weiss, wie wackelig es auf so einem Schlauchboot eh schon zugeht. Und überhaupt…Ob das mit dem Rudern so klappte? Gut 15 Minuten benötigten wir, um unser Excursion fahrtüchtig zu machen, trugen es ins Wasser und paddelten los. Ok, solange einer alleine paddelte, passte es, gingen wir jedoch dazu über zu zweit zu paddeln fuhr unser Kleines vor allem im Kreis. Harmonie nach 11 Ehejahren würde ich mal sagen – natürlich mit einem Augenzwinkern. Dennoch: Es lag super stabil im Wasser. Die Außenhaut wirkte ebenfalls sehr fest. So stand also einem Rudertörn mit Hunden nichts im Wege.

Den nahmen wir also eine Woche später sonntags bei bestem Wetter in Angriff. Und was waren wir positiv überrascht. Boot ins Wasser…Momo und Tapsi ins Boot und siehe da beide Hunde blieben ruhig liegen und schauten begeistert über den weiten See. Hier und da landeten wir zum Abkühlen an. Ein Traum – und seither auch unsere Wochenendbeschäftigung in diesem Supersommer.

Eines unserer liebsten Ziele hier ist die Gilberginsel mitten im See. Dieses Naturschutzgebiet darf man zwar nicht betreten – was einige Damen und Herren mit eingeschränktem Denkvermögen jedoch nicht abhält trotzdem darauf herumzuspringen und noch ihre Hunde offline dort laufen zu lassen!!! – , jedoch kann man wunderbar vor ihr mit dem Boot liegen. Gerade sonntagmorgens bietet sich hier eine Klangkulisse, die jedem Urwald Konkurrenz machen kann. Und wenn man genau hinschaut, findet man vielleicht sogar Attania, die Meerjungfrau des Biggeesees.

Inzwischen werden die Ruder ersetzt durch einen kleinen Elektromotor (Benziner sind auf der Bigge nicht gestattet). Bevor man allerdings mit dem Elektromotor auf den See geht, sollte man daran denken, sich eine Motorplakette des Ruhrverbands zu kaufen.72 Euro und man darf das gesamte Jahr mit seinem Motor die Bigge, Möhne, Henne und Sorpe nutzen.

Geplant ist fürs kommende Jahr dann ein Canadier. Da der dann doch etwas kostspieliger wird, haben wir den Kauf aufs nächste Jahr geschoben – außerdem…vielleicht findet sich ja etwas auf der Boot.

Das war also unsere 27…mal schauen, wie weit wir noch kommen… 🙂

 

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