Es geht wieder los – Camping Nimseck – &HeimattouristChallenge 2018 – 29.03.2018

HeimattouristChallenge

3 von 100 Die Eifel

4 von 100 Die Südeifel

5 von 100 Das Westwallmuseum

Der Heimattourist hat die Eifel entdeckt. Der Naturpark Eifel – einige Ziele ansteuern, so dass sich Campingblog und HeimattouristChallenge überschneiden werden.

Gut drei Stunden Fahrt lagen hinter uns, als wir den Campingplatz Nimseck in der Südeifel erreichten. Übrigens drei Stunden Fahrt und ich weiß nicht, wie viele touristische Hinweistafeln. Leider ist aus dem Auto fotografieren während der Fahrt eher doof. Mal sehen, welche Ecken wir noch besuchen. Hier in Irrel gibt es zwei Campingplätze. Neben dem Campingplatz Südeifel gibt es hier den Campingplatz Nimseck, den wir für uns als gut befanden. Die Kritiken waren durchwachsen, aber da haben wir für uns ja festgestellt, dass es dann in der Regel am besten passt.

Klar, Luxus wie in der Luxoase, bei Camping am Deich oder in der Oberpfalz ist etwas Schönes, aber uns ist es beim Campen vor allem wichtig, Ruhe zu haben. Gruppencampen – wie es die meisten uns bekannten Camper lieben – ist nichts für uns. Hier und da ein freundliches Schwätzchen, das ist selbstverständlich, aber dauerndes Aufeinanderhocken und permanent unerwartete Besuche müssen wir nicht haben. Das Campen ist einfach ganz intensives Abschalten vom Alltag für uns.

Nun ist es schon Abend…halb sieben sagt die Uhr. Gegessen haben wir schon – Brötchen mit Bratwurst. Vor uns steht noch dampfender Kaffee und hinter uns rauscht die Nims mit der Kraft des Frühjahrs. Nach meinem ersten Schreibbericht des Tages waren wir laufen und haben das Westwallmuseum Panzerwerk Katzenkopf in Irrel besucht.

Doch es fehlt noch der Kurzbericht zur Ankunft am Campingplatz.

Wir stellten unseren Wagen am Straßenrand ab und liefen zur Rezeption. Nanu? Keiner da? Aber ein Hinweisschild bat den geneigten Besucher, eine steinerne Treppe hinauf zu gehen und zu klingeln. Eine freundliche Dame versprach, direkt zur Rezeption zu kommen. Es war die Inhaberin des Campingplatzes. Gemeinsam mit ihrem Mann, der im nächsten Jahr die 80 Jahre voll machen wird, managed sie hier alles. Sehr lieb empfing sie uns und stattete uns mit einer ausführlichen Prospektsammlung aus. Ob wir nach den vorangegangenen Regenfällen wirklich unseren reservierten Platz nutzen wollten? Es seien noch viele andere frei. Sie rief kurzerhand ihren Mann an, der uns unseren Platz sowie einige weitere freie Plätze zeigen sollte. Er kam auch schnell mit seinem „Campingtaxi“, begrüßte uns herzlich mit Handschlag und nachdem seine Frau uns österlich noch mit Schokohasen und bunten Eiern versorgt hatte, fuhren wir los. Das haben wir auch noch nicht erlebt.

Die letzten Tage hatten wirklich viel Regen gebracht. Die Wiesen hatten noch keine Chance, sich zu erholen und so war der ursprünglich ausgeguckte Platz eher schlecht. Ein Stück vorher fand sich aber ein weiterer – ebenfalls direkt am Bach gelegener Platz, der mit Kies befestigt war. Nach unseren Erfahrungen in der Oberpfalz und in Dresden schon annähernd ein MustHave bei Matschwiese. Der Hausherr ließ uns an unserem Auto raus und wir fuhren hinunter zum Stellplatz. Dank TrailerAssist stand Rudi schnell ordnungsgemäß auf seinem Plätzchen. Erst einmal überwachten Momo und Tapsi Stefans Aufbauarbeit.

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Damit sie nicht auf die Idee kamen, die Arbeit zu genau zu überwachen, beschäftigte ich Momo und Tapsi im Wasser. Schön zu sehen, wie schnell die zwei glücklich sind.

Danach erst einmal Kaffee aufbrühen. Filter auf die Thermoskanne, Filtertüte hinein und dann mit kochendem Wasser überbrühen. Gott dieser Duft…das schwarze Gold…schön zu sehen, wie schnell wir zwei glücklich sind.

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Nun und während des Kaffeetrinkens begann dann ja mein erster Eintrag.

Bevor ich nun gleich noch über unseren Besuch am Westwallmuseum schreibe, drehen wir erst noch eine Runde mit den Hunden.

Liebes Universum, mach bitte, dass das Wetter so bleibt! (Wer Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“ kennt, versteht mich.)

Doch wo war ich? Der Ausflug zum Westwallmuseum. Geschichtliches zum Museum werde ich im Nachhinein noch schreiben.

Wir gingen bei strahlend blauem Himmel, den nur wenige aufgeplusterte weiße Wolken zierten, am Campingplatz los. Theoretisch bräuchte man ja nur gegenüber der Zufahrtsstraße zum Campingplatz den Berg hoch…also…wenn man die dortigen Straßen queren könnte. Ging aber nicht – zumindest nicht ohne mindestens einen Hauch suizidale Absicht zu hegen. So gingen wir also ein Stück nach Irrel hinein, überquerten dort die Straße und folgten der Ausschilderung an einer ersten Kriegsopfergedenkstätte vorbei an den Fuß des Hügels, auf dem das Westwallmuseum ist.

Seit Oktober nun habe ich das Rauchen durchs Dampfen ersetzt und in solchen Momenten merke ich „Das war eine gute Entscheidung!“ Klar komme ich mangels regelmäßigem Training noch aus der Puste, aber absolut kein Vergleich zum Gejapse, das ich als Raucher an den Tag legte.

Eine Straße führte hinauf zum Bunker, leichte Serpentinen gesäumt von einem Friedhof, Wiesen und mistelbewachsenen Bäumen. Oben angekommen konnten wir den äußeren Teil der Bunkeranlage betrachten, die Teil des langen Westwalls ist und von der aus mehr als 4000 Menschen in den Tod zogen. Ein riesiges Kreuz stand oberhalb des Bunkers, daneben ein Stück versprengte Bunkerwand. Natodraht umwand den Fuß des Kreuzes. Moos und Efeu bewuchsen den Stein. Still war es hier. Selbst den Lärm der nahen Bundesstraße hörte man nicht. Nur einige vögel zwitscherten im lichten Walde. Bei abendlicher Dämmerung sicherlich ein unheimlicher Ort mit seinen moosbewachsenen Steinhaufen. Für uns eher zum Nachdenken anregend und natürlich auch spannend.

Hochachtung vor denen – in diesem Fall der Freiwilligen Feuerwehr Irrel -, die solche Mahnmale herrichten und instandhalten.

Es gibt Geschehnisse, die sollten der ganzen Welt eine Lehre sein. Weiß Gott nicht nur den Deutschen, denn im Weltkrieg haben viele Länder Schuld auf sich geladen.

Nach einiger Zeit zog es uns dann aber wieder zurück.

Tja und so geht nun, wo die Dämmerung langsam in Dunkelheit übergeht, der erste Campingtag zuende und er war einfach nur entspannend und schön.

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