Heimattourist-Challenge: Metropole Ruhrgebiet – Finster essen in Essen – 06.01.2018

Essen – eine der Großstädte der Metropolregion Ruhr, die wohl jedem irgendwie ein Begriff ist. Sei es die Villa Hügel, das Symbol der Krupps, die Zeche Zollverein, sei es die Universität oder sei es ihre Zeit  2010, als Kulturhauptstadt Europas. Im vergangenen Jahr durfte Essen sich sogar Grüne Hauptstadt Europas nennen, was auch immer das heißt…für mich als Landei ist ja jede Großstadt irgendwie … naja … nicht ganz so grün.

Kulturelles wie touristisches Programm wird man hier ohne weiteres in Hülle und Fülle vorfinden und es ist durchaus möglich, dass uns unser Weg im Rahmen der Challenge noch das eine oder andere Mal dorthin führt.  Am Samstag Abendaber führte uns unser Weg nicht einmal wirklich im Rahmen der Challenge, sondern zur Feier unseres zehnten Hochzeitstages nach Essen. Das gewählte Restaurant bot ein Erlebnis, welches absolut in die Challenge passt und somit:

#1 von 100 in 365

Meine Damen und Herren, als erstes von einhundert Zielen, die wir bei der Heimattouristenchallenge ansteuern, präsentieren wir nun also:

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Industrie – Kultur – Landschaft – Metropole Ruhr

Unser Reiseführer ist hier unsagbar aussagekräftig: „Der Großraum hat eine Wandlung vom Kohlerevier zu einer Kulturlandschaft vollzogen.“ (Sehenswürdigkeiten entlang der Autobahn, Bassermann)

Persönliches Ziel: Restaurant Finster, Essen

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Über die Internetseite des Restaurants hatte ich bereits im vergangenen Jahr einen Tisch für zwei Personen für ein Essen zum Hochzeitstag reserviert. Das ist ja wirklich bequem. Man schaut, wann man Zeit hat, prüft, ob dann auch etwas frei ist, gibt seine Kontaktdaten, Sonder- und Menüwünsche an und fertig. Die Auswahl der Menüs hatte ich zunächst ausgelassen. Wir entscheiden da lieber vor Ort.

Gegen 16 Uhr ging es dann am Samstag hier los, um pünktlich um 17.30 Uhr in Essen einzutreffen. Großstadtdschungel! Gut, dass Stefan gefahren ist. Mich überfordert derlei ja immer total.Ob Shopping in der Innenstadt oder halt in der Stadt mit dem Wagen irgendwo hin – das ist nicht meine Welt. Ich bin halt echt ein Kind vom Land. Nicht, dass ich nicht Auto fahren könnte, aber die Stadtatmosphäre ist to much für mich.

Das Ziel zu finden war dank Navi nun kein Problem. Einen Parkplatz inmitten eines Essener Wohnviertels zu finden dann schon eher, doch auf der zweitten Runde durch die Siedlung fand sich ein Parkplatz an einer Schule, der außerhalb der Schulzeiten freigegeben war. Und der war fast vollkommen leer. Perfekt! Auto abgestellt und die paar Schritte zum „Finster“ gelaufen.

Von außen sah es aus, wie jedes beliebige andere Restaurant auch. Wir traten ein und nach einem kleinen Flur betraten wir eine Art Barbereich, wo bereits weitere Gäste warteten. Zu unserer Rechten standen einige Tische und Stühle. Uns gegenüber sahen wir eine verschlossene Tür, daneben eine Theke und die Tür zur Küche. An der linken Wand ging es zu den WCs sowie in weitere Räume. Direkt zu unserer linken befand sich eine Garderobe, Empfang und Kasse. Die anderen Gäste wirkten ähnlich gespannt wie wir.

Als wir an der Reihe waren, durften wir auswählen, in welche Richtung unser Menü denn gehen sollte. Zur Auswahl standen jeweils drei bzw. vier Gänge in den Bereichen Wild, Italienisch – ohne Meeresfrüchte -, Vegetarisch, Rind, Fisch, Geflügel, Vegan und ein Drei-Gang-Kindermenü. Beide entschieden wir uns für 4-Gänge Italienisch. Das „Kann ich Deines Mal probieren“, hatte sich im Dunkeln ja eh erledigt. Kurz noch aufs Töpfchen und dann wurde unsere Nummer schon aufgerufen. Unser stark sehbehinderter Kellner erwartete uns und begrüßte uns mit einem herzlichen Handschlag, bevor er uns in eine Schleuse brachte. Wir hielten zu Dritt Händchen. Nachdem er noch etwas über den Abend erzählt hatte, brachte er uns in das finstere Restaurant. Finster war es tatsächlich – nicht dunkel, sondern Finster. Dunkel ist ja das eine, aber hier herrschte die vollkommene Abwesenheit von Licht. Meine Hände lagen auf den Schultern des Kellners, Stefans Hände auf den meinen. Die Polonaise ging durch den Raum zu unseren Tisch hin. Vorsichtig platzierte unser Kellner erst mich, dann Stefan auf unsere Stühle. Juchhu – an zwei Seiten war sichere Wand.

Gemeinsam erkundeten wir nun unsere Plätze. Rechts und links des Platztellers zwei Messer und zwei Gabeln. Auf 12 Uhr – direkt oberhalb des Platztellers lag ein Löffelchen fürs Dessert.

Eine süße Überraschung lag auf meinem Teller. Ganz weich und plüschig ließ er sich ertasten. „Finsti“ der kleine Maulwurf aus Plüsch. Daneben kühl und hart – ein steinernes Herz. Die „Finster“-Schlafmaske lag auf Stefans Seite. Stefan bekam dazu noch ein Piccolöchen und zwei Gläser. Hehe, er musste uns eingießen und blieb dabei sogar trocken.

Auf die nächsten vielen, vielen Ehejahre…genau so schön wie die vergangenen!

Zum Essen an sich werde ich nicht viel sagen. Das Erlebnis, einzig aufgrund der Konsistenz des Essens an Lippen, Zähnen und auf der Zunge gepaart mit dem unheimlich intensiven Geschmack der guten Speisen, zu erraten, was man zu sich nimmt, soll jeder für sich selbst haben. Das Essen hat seinen Preis. Das Erlebnis ist unbezahlbar.

Den doppelten Espresso am Ende nahmen wir an der Bar ein, wo wir von einer liebenswürdigen Kellnerin auch über unsere Speisen aufgeklärt wurden. Fast alles hatten wir richtig geraten. Da ist man ja schon ein wenig stolz.

Ein wundervoller Start in die Challenge!

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