Nach dem Sturm – Camping am Deich – 29.10.2017

Man soll ja sauber ins nächste Jahr starten und da sagte mir mein Kalender: Es fehlen doch tatsächlich noch einige Tage. Das geht ja mal gar nicht!

Die Nacht war heftig. Geschlafen haben wir alle vier eher in kleinen, diätartig portionierten Häppchen. War es bei uns im Sauerland seit Kyrill so, dass eine Sturmwarnung bei der kleinsten Böe ausgesprochen wird, war sie hier durchaus berechtigt. Der Wohnwagen wackelte – schaukelte. Die Geräuschkulisse war beeindruckend. Hier und da wurde das permanente Rauschen von Scheppern und Knallen unterbrochen.

Zwischendurch lugte ich immer mal wieder hinaus – Warten, dass die Nacht vorüber geht und der Tag die Vorherrschaft übernahm. War da nicht schon ein erstes Erhellen des Himmels? Endlich – nach langem Harren legte sich die Nacht und wich dem Tage. Erst einmal Kaffee aufsetzen und zaghaft aus dem Wohnwagen schauen.

Die Bäume neben unserem Wohnwagen hatten gehalten, doch auf unserem Platz fanden sich Plastikgestänge. Da hatte es also die Vorzelte der Camper gegenüber zerlegt. Wir wussten schon, warum wir unseres nicht aufgebaut hatten. Wir sammelten zusammen, was wir fanden und legten es den anderen hin, bevor es zum Sanitärhaus und Frühstücken ging. Ansonsten schien es auf unserem Platz keine größeren Schäden gegeben zu haben. Doch anderswo – so berichtete, während wir frühstückten, das Radio – sah es anders aus. Massive Schäden bis hin zu einem Todesfall (Ich weiß, es ist selbst verschuldet gewesen und ich habe meine Meinung zu solchem Verhalten, dennoch…ein Mensch ist verstorben.)

Von Sturmflut überrascht – Osnabrücker Zeitung

Gegen Mittag ebbten auch die restlichen Sturmausläufer ab und wir machten uns auf den Weg nach Aurich. Sauerland trifft Westerwald an der Nordsee sollte es heute schließlich heißen. Eine liebe Freundin machte mit Mann und Hund in der Nähe Urlaub und da wir uns einige Zeit nicht gesehen hatten, mussten wir das ja nutzen. Gott war es schön, sich wiederzusehen. Es gibt Menschen, da fühlt man sich einfach verbunden und Renate ist so ein Mensch. Wir haben viel geredet, zuerst beim Waldspaziergang mit den Fellnasen Basko, Momo und Tapsi, später im Hotel bei dem einen oder anderen heißen Kakao.

Zurück am Platz gingen wir noch lecker essen und dann rief das Bett – lautstark…kein Sturm mehr und wir waren einfach nur kaputt.

Momo und Tapsi

Moddermomo I

Wir drei

Basko II

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