Franzensbad – Go back in time – 03.10.2017

Dienstag, 03.10.2017, es war 6 Uhr, Regen prasselte auf den Wohnwagen und wir waren wach. Die Beschreibung der Zeit, bis wir uns aus den Federn mühten, spare ich mir gerade mal, frage mich allerdings, ab wann einem der „Goldene Mistwettercamper“ zusteht. Nein, es machte sogar Spaß – gerade durch das abendliche Programm aus Sauna, Dampfbad und Pool konnten wir richtig Energie tanken. Das heizte auf, machte Lust und außerdem…zwischendurch hatten wir auch immer mal trockene Phasen.

Viele Camper mussten an diesem Tag bereits die Heimreise antreten und entsprechend geschäftig waren um uns herum alle am Werkeln und Wuseln, als wir zur Morgenhygiene in den Sanitärbereich tigerten und später Brötchen holten. Ein Schmunzeln legte sich über unsere Lippen, als wir feststellten, dass unser Wäscheständer, den wir im Trockenraum aufgestellt hatten, inzwischen Allgemeingut geworden war. Weniger amüsant fanden wir, dass jemand unsere feuchten Handtüchter vom Vorabend zusammengeknüllt zur Seite gelegt hatte, um Platz für seine eigene Wäsche zu schaffen. Wessen Wäsche wir nun auch immer unsererseits vom Ständer entfernten, sorry, aber eine Mitnutzung ist ja kein Thema, wenn noch Platz ist, aber dann doch bitte so, dass nicht gerade nasse Wäsche wieder abgehängt wird.

Wir wollten heute mal in Richtung Franzensbad.

Das westböhmische Bäderdreieck besteht aus Marienbad, Franzensbad und Karlsbad, wobei wir nur die ersten beiden besuchten. Karlsbad ist dann bei der nächsten Reise dran. In Franzensbad steht das komplette historische Stadtzentrum seit 1992 unter Denkmalschutz und wir können nur sagen: Auch bei durchwachsenem Wetter zwischen Regengüssen und Sonnenschein…man fühlt sich teilweise in andere Zeiten zurück versetzt. Durch Kurhäuser und Parks wandelt man an den verschiedenen Heilquellen vorbei, kann sich mal hier, mal da bedienen – nein, nach der Erfahrung in Marienbad habe ich die Finger von dem sehr mineralhaltigen Wasser gelassen. Teilweise geht man ob der alten Pracht wirklich mit geöffnetem Mund durch die Straßen.

Vom Parkplatz aus – hey, hier konnte man sogar in Euro bezahlen, die Frage nach dem Kronen-Münzgeld hatte sich hier also erledigt – gingen wir an den Parks entlang in Richtung Stadtzentrum und entdeckten hier bereits die wundervollen alten Gebäude. Einfach beeindruckend. Auf Wegweisern entdeckt man immer wieder die niedliche Statue des kleinen Franz. Zu gerne hätten wir unsere Hunde in den weitläufigen Parks laufen und durch das Herbstlaub toben lassen, aber solange wir nicht sicher sind, ob freilaufende Hunde erwünscht sind, bleiben Momo und Tapsi an der Leine. Außerdem – wenn Momo offline läuft, dann trödelt sie…und trödelt…und trödelt…. Seniorin halt…aber das ist schonmal etwas anstrengend dann. Doch wo war ich…ach ja…Franzensbader Parks…überall standen Statuen aus Stein geformt…teils überaus interessant, irgendwie erotisch, aber zugleich auch lustig. Dennoch, sie passten in die Umgebung.

Irgendwann fanden wir ein Restaurant. Im Café Illusion History kehrten wir ein und ließen uns bei Musik aus den Zwanzigern in passender, gemütlicher Atmosphäre Steaks in Mangosoße und Palatschinken schmecken. Das Essen war wirklich gut und die Preise in Tschechien kann man ja eh kaum mit unseren vergleichen.

Nach dem Essen sind wir noch ein wenig gelaufen. Wir mussten natürlich auch hier Oblaten mitbringen – mhm…ein Traum sind die mit Zimt und Zucker! Auch entdeckten wir, dass sich irgendwo hinter der Parkanlage ein Zoo befand, der sicher interessant gewesen wäre, doch unsere Fellnasen hatten so langsam genug und so ging es zurück zum Auto und zurück zum Campingplatz, wo wir den Abend in schon gewohnter Weise ausklingen ließen. Ein Hoch auf den Panoramapool!

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