Dresden – Anno Domini – 08.10.2017

Wir sind positive Menschen – ja, aber dieser Dauerregen raubt so langsam echt jeden Nerv. Im allgemeinen, kurzzeitig aufkommendem Frust überlegte Stefan nun schon, dass wir entgegen des getroffenen Entschlusses, erst Dienstag abzureisen, vielleicht schon morgen abreisen. Aber ich konnte ihn dann doch überzeugen noch bis morgen mit der Entscheidung zu warten.

Bevor wir nach Dresden fuhren, reservierte ich telefonisch für den Abend zwei Plätze im Schankhaus Anno Domini. Wenn wir schonmal da sind, wollen wir dort unbedingt hin. Danach ging es los in Richtung Elbschlösser, doch oh weh…Petrus schien den Wetterbericht, der ab Mittag schönes und vor allem trockenes Wetter vorhergesagt hatte, nicht gelesen zu haben. Oder hatte er ihn gelesen und dachte: Jetzt erst recht! Also erst einmal runter in die Stadt – zumal wir eh noch eine Bank finden sollten. Diesmal parkten wir direkt am blauen Wunder und wenn man schonmal dort ist, kann man auch mit den Hunden an der Elbe entlang. Die wollten eh mal wieder so richtig baden – das wollen sie eigentlich immer. Der Spaziergang wurde etwas länger, führte auf die andere Elbseite und als wir – wieder zurück im Schillergarten einkehrten, waren wir durch.

Wasserfeste Kleidung hin und her, die hielt nicht mehr. Aufgewärmt haben wir uns bei einer heißen Kartoffelsuppe und „Augusts starkem Kaffee“ – Espresso mit Schokolade. Essen wie auch Trinken war in diesem Moment einfach nur Soulfood pur – es machte glücklich und wärmte auf. Aber nun erst einmal zurück zum Camping Platz. Die Elbschlösser heben wir uns dann fürs nächste Mal auf. Die Dusche rief so laut, das schallte bis nach Dresden rüber.

Und dann also endlich wieder: Anno Domini – eintauchen in eine andere Zeit. Eintreten in ein Schankhaus beleuchtet von Kerzen, empfangen von einem jungen Burschen mit den Worten „Was wollter saufen?“…Becher und Krüge aus Ton, Besteck (Löffel und Messer, der Dreizack Gabel war ja des Teufels Werk), ein Latz, köstliches Essen, sehr leckeres Bier, Esel und Schaf um uns herum und passende musikalische Untermalung… die Atmosphäre ist einfach unbeschreiblich. Das muss man erlebt haben und wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Besuch!

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